Ellen

Ich bin Ellen und einer der wenigen Menschen die ihren Namen mögen.

Seit 20 Jahren lebe ich dieses Leben. Ich bin einer von ca. 235.000 Einwohnern in einer Stadt in NRW. Meine große Schwester ist 4 Jahre älter als ich und studiert in Österreich. Meine kleine Schwester ist 3 Jahre jünger und wohnt mit mir zusammen noch bei meinen Eltern. Im Moment mache ich noch das Fachabitur auf einem Berufskolleg im Bereich Gesundheit und Soziales.  Danach möchte ich studieren, wahrscheinlich Sozialpädagogik oder Psychologie. Auf jeden Fall will ich später im therapeutischen Bereich arbeiten.

Ich liebe die Kunst, Natur und Fotografie. Ich male/zeichne viel, spiele Klavier und fotografiere leidenschaftlich gerne. Mir fallen Dinge auf, die für andere unbedeutend oder nebensächlich sind. Ich bin Synästhesistin und sehe die Welt anders als ihr sie seht. Sie ist bunter als eure, denn Musik, Wörter und Buchstaben sehe ich in Farben. Licht hat Geschmack.

Auch durch meine Krankheit betrachte ich das Leben aus einer anderen Perspektive. Was nicht nur schlecht ist. Ich habe Borderline. Seit ich 13 bin verletzte ich mich selbst. Stimmungsschwankungen machen meinen Tag aus und auch mit dem Essen habe ich so meine Probleme. Die Bulimie ist ein ständiger Begleiter. Mal geht sie an meiner Hand und führt mich, mal sehe ich sie nur in weiter Ferne. Durch meine Krankheit bin ich sehr sensibel. Das ist oft ein Nachteil, doch hat es auch seine positiven Seiten. Ich versuche einen Sinn darin zu sehen, dass ich diese Krankheit habe und nehme mir alles positive heraus, was sie zu bieten hat. Dadurch, und durch all die schwierigen Erfahrungen habe ich sehr viel fürs Leben gelernt und lerne immer noch ständig dazu. Vor allem bei der Frage „Wer bin ich eigentlich?“.